Gedanken, Kommentare, Meinungen zu Aktuellem & Vergangenem oder einfach nur etwas, was wert sein könnte von aller Welt gelesen werden zu können.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Endspurt

Ja, ja...alles geht irgendwann einmal zu Ende, sogar das Studium.
Seit heute gibt es kein Zurück mehr - die Themen für mein Geschichts-Examen sind schwarz auf weiß beim Prüfungsamt:

Von Januar bis April werde ich mich also intensiv mit folgenden Themen beschäftigen:

- Rom und Germanien
- Religiosität im Mittelalter
- Die Reformation
- Innenpolitik des Nationalsozialismus
- DDR - 60er und 70er Jahre

Ich finde, es gibt deutlich uninteressantere Themen! Gut, ist vielleicht Ansichtssache! :-)

Sonntag, 16. November 2008

grau & trist

Das Wetter passt sich nahtlos an das Spiel von gestern an:
0-0 zu Hause gegen Bielefeld.
Gegen BIELEFELD!

Es scheint Jahre her zu sein, als diese VfB-Mannschaft 4-1 gegen Bremen gewann. Natürlich, das Spiel war genauso schlecht wie das gegen Bochum, Belgrad oder in Frankfurt (abgesehen von 20 Minuten). Aber wenn selbst Gomez nur Marathon-Tore schießt, dann werden die geschätzten 27 Flanken, bzw. Flanken-VERSUCHE, die als Abnehmer wahlweise den Torwart, einen Abwehrspieler, Balljungen oder die Eckfahne finden, die gefühlten 35 Fehlpässe im "Aufbauspiel" oder die 18 hohen Bälle nach vorne auch nicht mehr ausgeglichen.

Und so wurden 52 000 Zuschauer (okay, 12 000 aus Fußballvereinen, aber es ging auch gegen Bielefeld) wieder einmal auf eine harte Probe gestellt, die insofern noch härter ist, da man sich dunkel erinnert, wie beinahe die identische Mannschaft (vielleicht ist das der Ansatz) vor zwei Jahren die Ligaspitze erstürmte, erspielte und erkämpfte.

Schade - das triste Wetter wäre mir ja egal!

Mittwoch, 5. November 2008

Ein historischer Tag

Man nennt nicht irgendwelche Ereignisse "historisch".
Man kann auch nicht wissen, ob es auch für die Zukunft ein historischer Augenblick sein wird.
Aber man hofft.
Man hoffte so lange, dass dieser Augenblick eintreffen würde.
Jetzt ist er da, und für die Gegenwart ist er bedeutend - für die Zukunft hoffentlich auch!

Doubt & Hope

Eigentlich wollte ich schon lange in der Bibliothek sitzen, doch ich sitze vor meinem Computer, lese die Berichte der Wahlnacht und die Live-Blogs, schaue mir Videos von Obamas Reden an und habe einen Klos im Hals.
Es ist faszinierend, wie die Worte dieses Mannes einen in seinen Bann ziehen, wie sie Hoffnung in einem aufkommen lassen.

Die jetzige Zeit ist vielleicht eine der spannendsten und entscheidenden der letzten Jahre und Jahrzehnte.
Gestern habe ich mir den Film Let's make MONEY angesehen. Ich bin selten bis jetzt so aufgewühlt und gleichzeitig sprachlos aus einem Kinosaal gegangen.
Der Film stellt anhand einiger Beispiele dar, wie Geld vermehrt wird, wie es "arbeitet", was es anrichtet. Gezeigt werden Menschen in Burkina Faso, die von der Baumwollernte leben, wobei "leben" vielleicht ein etwas falscher Begriff ist - sie überleben, und zwar gerade so. Sie erledigen eine knochenharte Arbeit (auch alte Frauen und Kinder) für einen Hungerlohn. Sie bauen mit die qualitativ hochwertigste Baumwolle an, die jedoch auf dem Markt einen unverschämt niedrigen Preis erzielt. Das Problem ist, dass der Staat einen Kredit von der Weltbank erhält, dessen Gelder dann allerdings zu einem Großteil an ausländische Firmen fließt, die Projekte verwirklichen, die ihrem Umsatz, der wohlhabenden Minderheit, aber nicht dem Wohle der armen Mehrheit dienen. Der Staat hat also vom Geld des Kredits wenig, muss ihn aber trotzdem zurückzahlen - kann dies jedoch kaum leisten, weswegen er Auflagen erhält bestimmte Rohstoffe, wie z.B. Baumwolle günstig auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig wird der entsprechende Industriezweig in den Industrienationen mit Subventionen gefüttert. Hinzu kommt, dass der Baumwollanbau eine Monokultur ist, die einen für andere Pflanzen völlig unbrauchbaren Boden hinterlässt.

Dies ist nur ein Beispiel aus dem Film. Hier noch einige Auszüge:

- "Ich glaube nicht, dass ein Investor verantwortlich ist für die Ethik, für die Verschmutzung, oder das, was eine Firma verursacht, in die er investiert" - Dr. Mark Moblus, Fondsmanager

- „Alle Liberalen dieser Welt sind der Meinung, dass Grenzen offen sein sollten für Güter, für Geld und für Dienstleistungen. Schwieriger wird es bei Menschen. Da muss man sich überlegen, ob man nicht eine Art Eintrittspreis verlangen müsste, so wie man eben in einem Club auch Eintrittspreis verlangt.“
Gerhard Schwarz, Leiter des Wirtschaftsteils der Neuen Zürcher Zeitung

- Ein Großteil der spanischen Costa del sol ist mit Wohnungen und Häusern verbaut (zu Spitzenzeiten 800.000 / Jahr), die leer stehen. Sie dienen allein als Wertobjekt der Renditeerhöhung von Immobilienfirmen. Der Wert dieser Immobilien steigt, wenn sie an einem Golfplatz gebaut sind, von denen einer allein einen Wasserverbrauch hat wie eine Stadt mit 20.000 Einwohnern. Die Instandhaltung zahlt der spanische Staat.

- "Hier fragt auch keiner nach dem Staat - hier ist noch Eigenverantwortung gefragt" - Ein österreichischer Industrieller auf der Fahrt zu einem seiner Werke; nächste Einstellung: Eine Frau siebt Steine aus Straßenstaub, um sie zu verkaufen!

- In den Steueroasen der Welt (als Beispiel im Film wird die kleine Insel Jersey beschrieben), liegen rund 11 Trillionen Dollar - würde man 7 % dieser Summe mit 30 % versteuern, stünden den Staaten zusätzliche Milliarden zur Verfügung.


Man kann nur hoffen, dass dieser Film viele Leute in die Kinos lockt - schwierig in Zeiten von James Bond...
Außerdem sollte man ihn wirklich in Schulen zeigen.
Ich hoffe, dieser Film beschäftigt mich noch lange und viele andere, die ihn gesehen haben oder sehen werden ebenso.
Es drängt sich in einem die Gewissheit auf, dass sich vieles ändern muss.
Doch die Zweifel sind stark, ob dies möglich ist!

Aber die Hoffnung ist ebenfalls stark, aufgrund dieser Meldung von heute Morgen:

-Barrack Hussein Obama wird der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika-

Dienstag, 4. November 2008

Niederlage auf der Autobahn

Es ist Samstag, 15.30 Uhr.
Kein normaler Zeitpunkt, sondern an vielen Samstagen derjenige, an dem man gebannt erwartet, was die nächsten 90 Minuten Fußball für einen bereit halten.
So sollte es auch letzten Samstag sein - Heimspiel gegen Köln. Doch diesmal war mein Platz nicht zwischen meinen Freunden im Stadion, sondern auf dem Sitz hinten rechts in einem 140 km/h schnellen VW, irgendwo auf der A7.
Es war so schön geplant. Am Mittwoch ging es im ICE nach Hamburg - eine herrlich entspannte Fahrt mit einem spannenden Buch und schöner Musik, die den noch schöneren Sonnenuntergang über der Heidelandschaft Niedersachsens begleitete.
Nach ebenfalls entspannenden Tagen in Hamburg (die 0:2-Niederlage des VfB gegen den HSV lasse ich einfach mal unter den Tisch fallen) mit einem halben Tag in verschiedenen Cafés des Schanzenviertels, einem Besuch in Annes Lieblingsbar (Mutter) und einer fröhlichen Halloween-Wohnheimparty, sollte es am Samstagmorgen um 8.24 Uhr im ICE wieder zurück nach Stuttgart gehen, wo ich beim schon erwähnten Zeitpunkt am erwähnten Ort sein wollte.
Um 8 Uhr wurde ich unsanft aus einem Traum gerissen und der Blick auf die Uhr sagte: No way, dieser Zug fährt ohne dich nach Stuttgart - herzlichen Glückwunsch!
Das Glück im Unglück bescherte mir jedoch noch kurzfristig einen Platz bei einer Mitfahrgelegenheit, ein intensives Gespräch mit einem Gelegenheits-HSV-Stadiongänger und die 1:3-Heimniederlage klassisch im Radio, irgendwo auf der A7.

Kurz zur Situation des VfB:
Man muss sich schon fragen, was mit dieser Mannschaft, bzw. mit diesem Verein los ist! Es gab in dieser Saison ein sehr gutes Spiel gegen Bremen (4:1) und zwei gute Spiele in Gladbach (1:3) und gegen Karlsruhe (3:1). Der Rest war bescheiden bis schlecht. Auffällig ist, wie wenig Überraschendes im Spiel der Mannschaft steckt, wie hilflos manche Aktionen wirken und man fragt sich als Außenstehender: warum?
Warum sagt Armin Veh nach dem Spiel in Sevilla, dass diese Mannschaft nicht der Anspruch des VfB sei?! Warum spielt man dann in diesem Wettbewerb? Hat man nicht mehr den Ehrgeiz auch gegen nominell bessere Teams zu gewinnen? Hat nicht Köln auch in Stuttgart gewonnen, obwohl sie nominell sicher nicht so stark besetzt sind? Was soll das für eine Einstellung eines Trainers von Profisportlern sein? Was soll das immer gleiche Gerede von "Mehrbelastung" durch den internationalen Wettbewerb? Die Schlussfolgerung wäre einfach, sich besser nicht mehr für selbigen zu qualifizieren! Ach nein, dann würde man in der folgenden Saison vielleicht blöderweise wieder hineinrutschen...
Schon seltsam manchmal, der "Profi"-Fußball...

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Auf Reisen III - Madrid & Leon

Da ist es - das gefürchtete trübe, depressiv machende, graue, regnerische Herbstwetter. Und ab Sonntag fällt frühes Aufstehen nochmals schwerer: Ende der Sommerzeit.
Gute Gelegenheit, um sich bei einem Kaffee und einem süßen Stückchen im wohlig warmen Zimmer mit einem Blogeintrag über die letzte der Semesterferien-Reisen abzulenken: Spanien
Anlass war die Hochzeit unserer Freunde Bea und Dany (Bea und Janina waren in England an der selben Schule).
Diese Einladung nahmen wir zum Anlass ein paar Tage länger in Spanien zu bleiben, beginnend mit zwei Tagen Madrid. Leider fiel das Couchsurfen diesmal aus, sodass wir uns noch ein Hostel suchten, was aber kein Problem war.
Was doch überraschend ist, ist die Größe Madrids: Ca. 3,2 Mio Einwohner. Dafür lässt sich aber die Innenstadt recht gut zu Fuß und in zwei Tagen erkunden. Bei strahlendem Wetter schlenderten wir durch gemütliche enge Gassen

oder durch den Parque del Retiro.
Ohne einheimische Hilfe kamen wir aber nicht in Genuss der berühmten Tapas, die man in Madrid und dem Rest Nordspaniens zum Getränk in einer Bar dazu bekommt. Für Vegetarier ist die spanische Landesküche auch nur bedingt zu empfehlen. Schinken und Fleisch sind unverzichtbare Bestandteile eines typischen spanischen Essens. Auch in die berühmte Madrider Kunstwelt tauchten wir ein: Wir entschieden uns für das kleinste der drei berühmten Madrider Museen, aber immerhin die zweitgrößte private Gemäldesammlung der Welt: die Thyssen-Ausstellung. "Die" bekannten Sehenswürdigkeiten gibt es Madrid sonst nicht, aber dafür viele schöne Gebäude und immer wieder nette Gassen.




Am Freitagabend nahmen uns dann Joe und ihr Freund (auch beide Lehrer an besagter Schule in Reigate) vom Flughafen aus mit ihrem Mietwagen in das ca. drei Stunden entfernte Leon mit. Für uns war es natürlich toll, dass die Beiden auch zur Hochzeit eingeladen waren, da wir uns mit ihnen wirklich nett und ausgiebig unterhalten konnten. In Leon gab es dann natürlich ein großes Hallo, als wir Bea und Dany sowie ein weiteres gut befreundetes Paar der Beiden in der Stadt trafen. Es stellte sich dann heraus, dass wir die vier Nächte in Beas und Danys Wohnung verbringen würden und dass ihre Freunde ebenfalls Englisch sprachen sowie total nett und hilfsbereit waren. Die Feier am nächsten Tag verlief anders als gewohnt, aber nicht weniger feierlich. Eine kurze Zeremonie im Standesamt, bevor das Paar mit ca. zwei Kilo Reis, Blumen und Kanonenschlägen bei strahlender Sonne begrüßt wurde.
Auch die Feier danach etwas ungewohnt, aber toll: Eine Menge Essen (Schinken, Fleisch, Fisch) und Tanz im Restaurant, bevor es um 21 Uhr in die Stadt in eine Bar ging, wo bis in die Morgenstunden weitergefeiert wurde.



Am nächsten Tag war allgemeines Ausruhen angesagt, bevor wir am Montag Leon besser kennenlernen sollten. Eine hübsche Stadt, die für ihre Kathedrale berühmt ist und auf dem Jakobs-Pilgerweg liegt. Bea und Dany zeigten uns alles und so verbrachten wir nochmals einen herrlichen Tag, der mit einer Breakdance-Vorstellung von Danys Kumpels endete.



Am Dienstag ging es mit dem Bus zurück nach Madrid, wo wir uns noch mit Ruben, einem Freund von Dany, den wir an der Hochzeit kennenlernten, trafen und gemütlich Essen gingen. Dabei muss man sagen, dass man in Spanien keine Chance hat, sein Essen selbst zu bezahlen wenn man Freunden ausgeht. Wir wurden grundsätzlich eingeladen - aber auch sonst waren es natürlich tolle, erholsame und ereignisreiche Tage bei guten, hilfsbereiten und liebenswerten Freunden, die wir hoffentlich bald wieder sehen werden - das nächste Mal vielleicht bei uns.

Montag, 20. Oktober 2008

War nicht so gemeint...

Klar - es ist nie so gemeint, wie es gesagt wurde!
Ich will gar nicht lange drumherum reden: Als ich den ersten Satz meines letzten Eintrages gestern Abend um 23 Uhr geschrieben habe, war ich mit meinen Gedanken noch zu einem Großteil bei I Am Kloot und ihren Melodien und mit dem Rest schon im Bett. So fiel mir die Bedeutung dieses ersten Satzes überhaupt nicht auf. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass der Satz von jemandem, mit dem man fast das gesamte (und zudem wunderschöne) Wochenende verbrachte, doch etwas kritisch aufgefasst werden könnte.
Deshalb an dieser Stelle ein ehrliches

Sorry