Gedanken, Kommentare, Meinungen zu Aktuellem & Vergangenem oder einfach nur etwas, was wert sein könnte von aller Welt gelesen werden zu können.

Mittwoch, 21. März 2007

Frühling


So, da ist er nun offiziell. Der Frühling. Die alte Socke.
Das blöde ist, dass er nur offiziell da ist. Er richtet sich scheinbar nicht gern nach dem Kalender.
Ehrlich gesagt, hat er uns dieses Jahr einmal ordentlich hinters Licht geführt. Und das, obwohl jetzt die Tage wieder länger werden - nein, sie haben jetzt leider nicht für die nächsten sechs Monate 25 Stunden!
Er war doch eigentlich schon richtig da. Die Bäume blühen, die Pollen fliegen und die Hormone erst...überall aufplusternde Tauben...herrlich!
Und da dachte sich der Frühling: "Freut euch mal nicht zu früh - ich muss noch mal kurz weg." Und wir laufen jetzt wie die letzten Trottel durch Schneegestöber.
Ich könnte ja jetzt böswillig sagen, dass das alles mit dem Klima zusammenhängt. Klingt gut und ich läge voll im Trend, da eigentlich gerade alles irgendwie mit dem Klima zu tun hat. Wohl auch meine gemeine Erkältung. An der sind dann ja irgendwie die Amerikaner und Chinesen schuld! Vielleicht zu pauschal. Aber auch damit läge ich voll im Trend.

Sonntag, 18. März 2007

Heidelberg II - Die Stadt

Über die Schönheit von Heidelberg ist sicher schon sehr viel geschrieben worden. Also werde ich mich kurz fassen:
Heidelberg ist eine wirklich schöne Stadt.
Das muss reichen.
Und sonst?
Was sehr schnell auffällt und um was man nicht herumkommt, ist der Dialekt. Er verfolgte mich durch die halbe Stadt. In der anderen Hälfte wurde man mit der zweithäufigsten Sprache konfrontiert: Englisch.
Aber zurück zum Schrecken jedes nicht im Rhein-Neckar-Gebiet Geborenen: Das Kurpfälzisch.
Ich kann ehrlich gesagt nicht einmal richtig beschreiben, wie es klingt. Nach Provinz? Vielleicht. Aber das heißt ja nichts. Es gibt viele Provinzen in Deutschalnd, in denen ausgeprägt Dialekt gesprochen wird. Aber dieses Kurpfälzisch klingt einfach nicht sympathisch. Es klingt behäbig. Irgendwie auch etwas link. Es ist wohl dieser Sing-Sang, der diesen Eindruck verursacht.
Ich möchte nicht wissen, was in anderen Teilen Deutschlands über das so wunderbare Schwäbisch gesagt wird. Wohl auch nicht immer das Beste.
Aber kurpfälzisch? Da tröstet auch nicht eine der schönsten Städte Deutschlands darüber hinweg.

Heidelberg I - HEY STEVE!


Ich bin schon wieder zwei Wochen in Stuttgart. Die Zeit rast. Es ist tatsächlich schon wieder zwei Wochen her, dass ich für vier Wochen in Heidelberg war. Da muss man fast schon wieder überlegen, was man alles erlebt hat. Da muss man bei Gelegenheit wirklich mal darüber nachdenken. (Dieser Satz ist eine kleine Huldigung für das Buch "Neue Vahr Süd" von Sven Regener)
Ich lasse den großen Teil mit dem Lateinlernen aus. Das würde die Wenigen, die diesen Blog noch besuchen auch noch vergraulen.
Vier Wochen Heidelberg: Das, was mir als Erstes - außer dem Latein, aber das, hatte ich ja gesagt, wird übersprungen und ab jetzt als selbstverständlich vorusgesetzt - war "HEY STEVE". Was hatte es damit auf sich, werdet Ihr euch jetzt fragen. Ich wusste das auch lange nicht. Die Szene war folgende:
Ich war am ersten Tag in meinem Zimmerchen - in Konzentration, beim...s.o. - als plötzlich Jemand zur Wohnungstür reinkam. "HEY STEVE!"
"HEY STEVE!"
"HEY STEVE!"...kam es aus zwei anderen Zimmern. Kurz danach von der Stimme, die zur Tür hereinkam ein lang gezogenes und lautes "BOOORIIIIS JEEELZIN".
Was am Anfang erstauntes Kopfschütteln bei mir auslöste, lies mich in Zukunft immer schmunzeln. Es ist eine Parole, die einfach so geschrien wird, um zu sehen, wer da ist. Und Boris Jelzin? Tja, das ist der Spitzname der aus der Ukraine stammenden Mitbewohnerin.
Mir wuchs diese WG ziemlich schnell ans Herz. Und wäre beim Abschied nicht das Spieltags-Gribbeln wegen der Fahrt nach Leverkusen so stark gewesen, wäre mir der Abschied noch schwerer gefallen.
Es war einfach toll: Stunden über die weltpolitische Lage und andere banale Dinge diskutiert, zusammen gekocht & gegessen und vor allem ganz viel Spaß gehabt.
Ich freue mich schon darauf, bald die knarrenden Holzstufen hochzsteigen, zu klingen und ein kräftiges "HEY STEVE" der WG entgegenzurufen!

Montag, 26. Februar 2007

2 Filme



Nach den Träumereien wieder harte, unnachgiebige Filmkritiken:

1. Der gute Hirte (The Good Shepard)
Wieder einmal ein politischer Film. Es geht um die Anfänge der CIA. Matt Damon spielt einen Agenten (Edward Wilson) Anfang der 60er Jahre, der bei der Planung und Durchführung der Cuba-Invasion beteiligt war und aufgrund des "Schweinebucht-Fiaskos", wie alle Beteiligten des Planungsstabs, unter Verdacht des Verrats der Informationen an die Russen steht. Es beginnt die Suche nach dem eigentlichen Verräter, die immer wieder von Wilsons Erinnerungen an seinen Werdegang, seine Tätigkeit bei der Spionage während des Zweiten Weltkriegs und seine Rolle beim Aufbau der CIA, unterbrochen wird.
Der Film verzichtet auf Agenten-Action à la James Bond und jeder, der etwas in diese Richtung erwartet, wird enttäuscht sein. "Der gute Hirte" kommt jedoch hervorragend ohne diese etwas realitätsferne Action aus. Die Reduzierung auf das Wesentliche, ist genau seine Stärke. Man bekommt eindrucksvoll dargestellt, in was für einem psychischen Spannungsverhältnis Edward Wilson steckt. Niemand kann sich auf Irgendjemanden verlassen. Gefühle und Freundschaften haben in diesem knallharten Geschäft nichts zu suchen. Kühl wird berechnet, wer es wert ist, dass man ihn am Leben erhält, oder ob es nicht doch für alle besser ist, dass er stirbt.
Man blickt in die Welt der nicht offiziell existierenden Beamten, der Schattenmänner und Doppelagenten. Dass man manchmal nicht genau versteht, wer jetzt mit wem und was zusammenhängt, verdeutlicht die Absicht des Filmes, den Zuschauer ganz in diese Welt eintauchen zu lassen.
Insgesamt ein spannender Film, der einen fast drei Stunden mitreist und beeindruckt aus dem Kino entlässt!

2. Paris je t' taime
18 Kurzfilme von verschiedenen Regisseuren mit jeweils einer Länge von fünf Minuten über die schönste Stadt der Welt. Tolle Geschichten über Liebe, Trauer, Hoffnung, Trostlosigkeit, Träume, Realität und alle anderen Bereiche des Lebens. Lustig, verspielt, phantasievoll, zum Schmunzeln, zum Rätseln, zum Nachdenken!
Ich habe ein oder zwei Kritiken gelesen, in denen stand, dass nicht alle der Kurzgeschichten das gleiche Niveau erreichen. Das denke ich nicht. Es gibt welche, die haben mir besser gefallen als andere, aber jede einzelne hatte ihren eigenen Charme und ihre individuelle Aussagekraft!
Kurzweiliges Kino mit richtig tollen Geschichten aus dem Leben über das Leben!

Samstag, 17. Februar 2007

Träume auf einer Zugfahrt

Die Landschaft, die vorbeifliegt, liegt verborgen in der Finsternis. Man kann nur die einzelnen Lichter der Ortschaften sehen. Mal mehr, mal weniger. Meine Gedanken schweifen in die Ferne, die ich nicht sehen kann...
Ziele könnten sich bald erfüllen, Träume könnten vielleicht Realität werden...
Dinge werden eine Einheit, von denen man es nicht gedacht hätte...

...Latein & VfB...

...Ziele & Träume!

Donnerstag, 15. Februar 2007

Donnerstage...

...im allgemeinen und an sich, sind ja wirklich nichts weltbewegendes! Ist halt ein Wochentag unter vielen (obwohl er doch mehr Charme aufweist, als Montag-Mittwoch, da er eindeutig näher am Wochenende liegt).
Dachte ich bis jetzt zumindest.
Denn entweder hab ich eine Paranoia (was angesichts der lateinischen Sprache durchaus sein kann!) oder jemand hat mich mit einem Fluch belegt.
Denn seit ca. 4 Wochen habe ich am Donnerstag Kopfschmerzen. Regelmäßig. Nachzuzählen an den weniger gewordenen Kopfschmerztabletten!
Ich werde wohl mal den nächsten Mittwoch genauer unter die Lupe nehmen. Ich bin ja mal auf nächste Woche gespannt!

Mittwoch, 14. Februar 2007

Buch, Film, Konzert, CD

Kleiner Nachtrag zu den letzten kulturellen Highlights:

Buch:
América von T.C.Boyle
Habe ich vor ca. 2 Wochen fertig gelesen und und es beschäftigt mich teilweise immer noch. Das könnte eines der wenigen Bücher sein, die etwas Einfluss auf die Sicht der Dinge dieser Welt haben. Wenigsten für meine Sicht.
Es geht um ein mexikanisches Paar, das sich illegal in der Nähe von L.A. aufhält und versucht zu überleben & um einen recht wohlhabenden freien Journalisten, der mit seiner Familie auch am Rand von L.A. wohnt. Es wird die gleiche erzählte Zeit und teilweise die gleichen Geschehnisse aus diesen beiden unterschiedlichen Perspektiven, jeweils aus der Ich-Perspektive der beiden Mexikaner und der beiden US-Bürger, erzählt. Sehr beeindruckend!
Ich habe mir nach diesem Buch gedacht: Ist das alles eigentlich gerecht und richtig, so wie es ist? Wie könnte es anders sein? Warum ist es nicht anders?

Film:
Babel
Passt meines Erachtens perfekt zum Buch von Boyle. Nicht nur, weil sich ein Teil der Geschichte um Mexiko dreht, sondern eher wegen den Fragen, die der Film aufwirft und den Problemen, die er darstellt.
Hier geht es um ein Ereignis, das in Marokko passiert und das verschiedenste Auswirkungen auf das Leben Anderer in der ganzen Welt hat. In den USA/Mexiko, in Japan und eben in Marokko. Das Ereignis ist an sich schon tragisch, aber die Folgen, die durch unüberlegtes und überzogenes Handeln, bzw. Reagieren, ausgelöst werden, sind noch viel schlimmer. Ein Film, der, wie das Buch, nachdenklich stimmt über diese Welt. Auch über das Verhältnis der Industrienationen zu einfacherern Lebensformen. Und ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Konzert:
Teitur
Einer von vielen Singer-/Songwritern, der sich allerdings wohltuend absetzt von den Üblichen:
1. Er kommt von den Färöer-Inseln. Das macht ihn als Songwriter schon fast einzigartig bei 64.000 Einwohnern!
2. Er hat eine sehr ungewöhnliche Stimme, an die man sich anfangs gewöhnen muss, die aber dann um so interessanter ist.
3. Er hatte zwei coole Musiker dabei: Einen Bassisten (auch Färöer-Inseln) und einen Drummer (Las Vegas). Allein dieser kulturelle Austausch ist schon der Wahnsinn und zusammen mit Teitur machen sie eine Mischung aus Pop, Jazz und vielleicht eine Spur Folk/Ethno/Weltmusik/Country...(!?!). Hörenswert!
4. Er ist einfach sympathisch! Muss man heutzutage mal erwähnen. So gerne ich viele Indie-Bands höre! Die meisten, die ich bisher live gesehen habe, wirken einfach eine Spur zu arrogant. Oder muss das so sein? Bei Indie? Ist das cool? Und das sind beileibe nicht nur die Bands aus England! Stichwort Mando Diao!!! Dem Sänger würde man doch am liebsten das Bier an den Kopf werfen!

CD:
Phil Vetter: Say Goodbye To The Moment
War die "Vorgruppe" von Teitur. Wohlklingende Songwriter-Musik aus München; auch interessante Stimme und witzige Texte. Hatte bei dem einen oder anderen Lied (live) richtig Gänsehaut. Einfach schön! Auf der CD noch mehr instrumentiert. (interssant: 2 Klarinettensoli)